Dr. Michael Matz · Facharzt für Orthopädie
Die Röttinger-Methode – minimalinvasive Endoprothetik
Bewährte muskelschonende Technik für Hüftprothesen. Schnellere Mobilität, geringeres Luxationsrisiko.
Was ist die Röttinger-Methode?
Die Röttinger-Methode ist ein minimalinvasives Operationsverfahren für den Hüftgelenkersatz, das von Prof. Dr. Heinz Röttinger an der Orthopädischen Klinik Markgröningen entwickelt und über Jahrzehnte verfeinert wurde. Das Besondere an dieser Technik: Der Zugang zum Hüftgelenk erfolgt anterolateral – also von vorne-seitlich – durch eine natürliche Muskellücke.
Anders als bei herkömmlichen Operationstechniken, bei denen Muskeln durchtrennt werden müssen, um an das Gelenk zu gelangen, werden bei der Röttinger-Methode die Muskeln lediglich zur Seite geschoben. Sie bleiben vollständig intakt. Das ist der entscheidende Vorteil dieser Technik.
Die Technik im Detail
Bei der Röttinger-Methode nutzt der Operateur den Raum zwischen dem Musculus tensor fasciae latae und dem Musculus gluteus medius – eine natürliche anatomische Lücke, die einen direkten Zugang zum Hüftgelenk ermöglicht. Der Hautschnitt ist mit 8–10 cm deutlich kleiner als bei konventionellen Verfahren (15–20 cm).
Der Patient wird in Seitenlage operiert, was dem Chirurgen eine optimale Sicht und Kontrolle über die Implantatpositionierung gibt. Die Prothese wird präzise eingesetzt, die Beinlänge intraoperativ kontrolliert und das Gelenk auf Stabilität geprüft – noch während der Operation.
Vorteile der Röttinger-Methode
Die klinischen Vorteile der muskelschonenden Technik sind wissenschaftlich gut belegt:
- Vollständiger Muskelerhalt: Keine Muskulatur wird durchtrennt oder abgelöst. Die hüftumgreifende Muskulatur bleibt intakt und stabilisiert das neue Gelenk von Anfang an.
- Drastisch reduziertes Luxationsrisiko: Das Risiko einer Auskugelung (Luxation) liegt bei der Röttinger-Methode unter 1% – deutlich niedriger als bei herkömmlichen Verfahren (3–5%).
- Schnelle Frühfunktion: Die meisten Patienten können bereits am ersten Tag nach der Operation aufstehen und gehen. Die Vollbelastung ist sofort erlaubt.
- Weniger postoperative Schmerzen: Da keine Muskeln geschädigt werden, ist das Schmerzerleben nach der OP signifikant geringer.
- Keine Bewegungseinschränkungen: Es gibt keine Luxationsverbote – Beine übereinanderschlagen, tiefes Sitzen oder Bücken sind von Anfang an erlaubt.
- Kürzerer Klinikaufenthalt: Die meisten Patienten verlassen die Klinik nach 5–7 Tagen.
- Kosmetischer Vorteil: Der kleinere Hautschnitt hinterlässt eine unauffälligere Narbe.
Wissenschaftliche Evidenz
Die Vorteile des anterolateralen Zugangs sind in zahlreichen Studien dokumentiert. Vergleichende Untersuchungen zeigen, dass Patienten nach einer minimalinvasiven Hüft-OP über den anterolateralen Zugang schneller mobilisiert werden, weniger Schmerzmittel benötigen und eine höhere Patientenzufriedenheit berichten als nach konventionellen Verfahren.
Die Langzeitergebnisse hinsichtlich Implantathaltbarkeit und Funktionalität sind mindestens gleichwertig zu konventionellen Techniken – bei deutlich besserer Frührehabilitation.
Dr. Matz und die Röttinger-Methode
Dr. Michael Matz war über viele Jahre ständiger Stellvertreter von Prof. Dr. Heinz Röttinger und hat die Methode von ihrem Begründer direkt erlernt. Er hat diese Technik bei über 2.000 Eingriffen angewendet und weiterentwickelt. Diese umfangreiche Erfahrung ist entscheidend für das Ergebnis – denn die minimalinvasive Technik erfordert besondere chirurgische Fertigkeiten und eine lange Lernkurve.
Wenn Sie sich für eine Hüftprothese nach der Röttinger-Methode interessieren, beraten wir Sie gerne persönlich und unverbindlich.
Beratung zur Röttinger-Methode
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