Dr. Michael Matz · Facharzt für Orthopädie
Revisionsendoprothetik – Prothesenwechsel vom Experten
Wenn eine Prothese nicht mehr funktioniert: Wechseloperation mit höchster Spezialisierung.
Wann wird ein Prothesenwechsel nötig?
Ein künstliches Gelenk ist ein Hochleistungsimplantat – doch auch die beste Prothese unterliegt Verschleißprozessen. Nach 15–25 Jahren kann es notwendig werden, das Implantat auszutauschen. In manchen Fällen wird ein Wechsel auch früher erforderlich. Die häufigsten Gründe für eine Revisionsoperation:
Aseptische Lockerung
Der häufigste Grund für einen Prothesenwechsel: Über die Jahre können sich kleinste Abriebpartikel an der Grenzfläche zwischen Implantat und Knochen ansammeln. Der Körper reagiert mit einer entzündlichen Reaktion, die den umgebenden Knochen abbaut. Die Prothese verliert ihren Halt und lockert sich – erkennbar an zunehmenden Belastungsschmerzen.
Periprothetische Infektion
Eine bakterielle Infektion der Prothese ist eine ernste Komplikation, die rasches Handeln erfordert. Sie kann kurz nach der Erstoperation oder auch Jahre später auftreten – zum Beispiel nach einer Zahnbehandlung oder einer anderen Infektion im Körper, bei der Bakterien über die Blutbahn zur Prothese gelangen. Anzeichen sind Rötung, Schwellung, Überwärmung und manchmal Fieber.
Periprothetische Fraktur
Ein Sturz oder Unfall kann zu einem Knochenbruch in unmittelbarer Nähe der Prothese führen. Je nach Schwere der Fraktur kann ein Prothesenwechsel notwendig werden – insbesondere wenn die Verankerung der Prothese betroffen ist.
Instabilität und Luxation
Wiederholte Auskugelungen des Gelenks (Luxationen) deuten auf eine Instabilität hin, die durch Verschleiß der Weichteile, Fehlpositionierung der Prothese oder Abnutzung der Gleitflächen verursacht werden kann.
Verschleiß und Materialversagen
Abrieb der Gleitflächen, Bruch einzelner Prothesenkomponenten oder Versagen des Knochenzements können einen Wechsel erforderlich machen.
Der Ablauf einer Wechseloperation
Eine Revisionsoperation ist komplexer als die Erstimplantation. Sie erfordert eine sorgfältige Planung, spezielle Implantate und einen erfahrenen Chirurgen.
Diagnostik und Planung
Vor der Operation erfolgt eine umfassende Diagnostik: Röntgen, CT, Laboruntersuchungen und bei Infektionsverdacht eine Gelenkpunktion. Anhand dieser Befunde planen wir den Eingriff individuell und wählen das passende Revisionsimplantat aus.
Die Operation
Je nach Situation wird die gelockerte oder infizierte Prothese entfernt, der Knochen aufbereitet und ein neues Implantat verankert. Bei Knochendefekten kommen spezielle Aufbautechniken zum Einsatz – von Knochentransplantaten bis hin zu modularen Revisionsimplantaten, die auch bei ausgedehntem Knochenverlust eine stabile Verankerung ermöglichen.
Bei infizierten Prothesen erfolgt der Wechsel häufig zweizeitig: Zunächst wird die infizierte Prothese entfernt und ein antibiotikahaltiger Platzhalter (Spacer) eingesetzt. Nach Ausheilung der Infektion – in der Regel nach 6–12 Wochen – wird die neue Prothese implantiert.
Rehabilitation
Die Rehabilitation nach einer Wechseloperation dauert etwas länger als nach einer Erstimplantation. In der Regel sind 3–4 Wochen stationäre Reha erforderlich, gefolgt von ambulanter Physiotherapie. Die vollständige Belastbarkeit wird individuell festgelegt.
Warum Dr. Matz für Revisionseingriffe?
Revisionsoperationen gehören zu den anspruchsvollsten Eingriffen in der Endoprothetik. Sie erfordern ein hohes Maß an Erfahrung, chirurgischem Können und die Verfügbarkeit spezieller Implantatsysteme. Dr. Michael Matz verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Revisionsendoprothetik – sowohl an der Hüfte als auch am Knie.
An der Orthopädischen Chirurgie München (OCM) und als Stellvertreter von Prof. Röttinger hat er zahlreiche komplexe Wechseloperationen durchgeführt und endoprothetische Spezialabteilungen mitaufgebaut. Diese Erfahrung fließt in jeden Eingriff ein – für das bestmögliche Ergebnis, auch bei schwierigen Ausgangssituationen.
Zweitmeinung oder Beratung zum Prothesenwechsel
Wir nehmen uns Zeit für Ihren Fall – auch als Zweitmeinung.
Mo–Fr 8–18 Uhr · Leopoldstr. 78, München