Zweite Hüftprothese – Erfahrungen und was Sie erwartet

Ein Hüftprothesenwechsel steht an? Was Patienten berichten und worauf es wirklich ankommt.

Häufige Fragen zur zweiten Hüftprothese

Ist die zweite Hüftprothese schlechter als die erste?

Nicht unbedingt. Viele Patienten erreichen nach einem gut geplanten Wechsel eine ähnliche Funktion wie mit der ersten Prothese. Die Genesung kann etwas länger dauern, aber die Ergebnisse sind in erfahrenen Händen sehr gut.

Wie lange dauert die Genesung nach der zweiten Hüftprothese?

Die Genesung dauert in der Regel 3 bis 6 Monate und damit etwas länger als nach der Erstimplantation. Vollständige Belastung ist meist nach 6 bis 12 Wochen möglich, die vollständige Muskelkräftigung braucht mehr Zeit.

Kann man auch ein drittes Mal eine Hüftprothese bekommen?

Ja, auch eine erneute Revision ist möglich, wird aber mit jeder Operation komplexer. Je mehr Knochen erhalten ist, desto besser die Voraussetzungen. Deshalb ist der frühzeitige Wechsel bei Lockerung so wichtig.

Welche Prothese wird beim Wechsel verwendet?

Beim Wechsel kommen spezielle Revisionsimplantate zum Einsatz. Diese haben längere Schäfte, breitere Verankerungsflächen oder modulare Komponenten, um auch bei reduziertem Knochenangebot stabilen Halt zu bieten.

Woran erkenne ich, dass meine Hüftprothese gewechselt werden muss?

Zunehmende Schmerzen in der Leiste oder am Oberschenkel, Instabilität, Anlaufschmerzen und eine verkürzte Gehstrecke sind typische Hinweise. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen mit Röntgen können eine Lockerung auch vor dem Auftreten von Beschwerden zeigen.

Zweite Hüftprothese – Erfahrungen und Behandlung

Wann wird eine zweite Hüftprothese notwendig?

Moderne Hüftprothesen halten in über 90 % der Fälle 15 bis 25 Jahre. Doch die Lebensdauer eines Implantats ist begrenzt. Durch Verschleiß, Lockerung, Infektion oder andere Komplikationen kann ein Wechsel notwendig werden. Mit steigender Lebenserwartung und früheren Erstimplantationen nimmt die Zahl der Wechseloperationen kontinuierlich zu.

In Deutschland werden jährlich rund 20.000 Hüftprothesenwechsel durchgeführt. Laut Dr. Michael Matz ist der häufigste Grund die aseptische Lockerung – also eine Lockerung ohne Infektion, verursacht durch natürlichen Materialverschleiß.

Was ist anders beim zweiten Mal?

Ein Hüftprothesenwechsel unterscheidet sich in mehreren Punkten von der Erstimplantation. Es hilft, diese Unterschiede zu kennen, um realistische Erwartungen zu haben:

Die Operation ist aufwendiger

Das alte Implantat muss zunächst entfernt werden, was bei eingewachsenen oder zementierten Prothesen technisch anspruchsvoll sein kann. Der Knochen ist durch die Voropertion verändert, und Narbengewebe muss gelöst werden. Die OP dauert daher länger – typischerweise 90 bis 180 Minuten.

Spezielle Implantate kommen zum Einsatz

Revisionsimplantate sind für die besonderen Anforderungen konstruiert: längere Schäfte für eine tiefere Verankerung, größere Pfannen oder modulare Systeme, die individuell angepasst werden können. In manchen Fällen ist ein Knochenaufbau mit Transplantaten oder Ersatzmaterialien nötig.

Die Genesung dauert etwas länger

Während nach einer Erstimplantation viele Patienten nach 6 Wochen wieder gut mobil sind, dauert die Rehabilitation nach einem Wechsel etwas länger. Die Teilbelastungsphase kann 6 bis 12 Wochen betragen, die vollständige Genesung 3 bis 6 Monate.

Erfahrungen von Patienten

Die Erfahrungen mit einer zweiten Hüftprothese sind individuell verschieden, aber die Mehrzahl der Patienten berichtet über positive Ergebnisse:

  • Schmerzfreiheit: Die meisten Patienten sind nach der Genesung wieder schmerzfrei oder deutlich schmerzgelindert
  • Mobilität: Gehen, Treppensteigen und Alltagsaktivitäten sind wieder möglich
  • Lebensqualität: Die Lebensqualität verbessert sich nach erfolgreicher Revision erheblich
  • Geduld ist gefragt: Die Genesung dauert länger als erwartet – Patienten empfehlen, sich diese Zeit zu gönnen
  • Reha ist entscheidend: Konsequente Physiotherapie und Muskelaufbau werden als Schlüssel zum Erfolg genannt

Worauf kommt es bei der Arztwahl an?

Die Wahl des richtigen Operateurs ist bei einem Prothesenwechsel noch wichtiger als bei der Erstimplantation. Achten Sie auf:

  • Spezialisierung: Suchen Sie einen Arzt, der regelmäßig Wechseloperationen durchführt
  • Fallzahl: Höhere Fallzahlen korrelieren mit besseren Ergebnissen
  • Zertifizierungen: EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax) ist ein Qualitätssiegel
  • Beratungsqualität: Nimmt sich der Arzt Zeit? Erklärt er verständlich? Geht er auf Ihre Fragen ein?
  • Zweitmeinung: Scheuen Sie sich nicht, eine Zweitmeinung einzuholen

Tipps für die Vorbereitung und Genesung

Aus den Erfahrungen vieler Patienten lassen sich wertvolle Tipps ableiten:

Vor der OP

  • Muskulatur vorab kräftigen – je stärker die Muskulatur, desto besser die Genesung
  • Wohnung vorbereiten (Toilettensitzerhöhung, Greifzange, Stolperfallen beseitigen)
  • Hilfe für die ersten Wochen organisieren
  • Reha-Platz frühzeitig reservieren
  • Alle Fragen vor der OP klären – notieren Sie sich Ihre Anliegen

Nach der OP

  • Geduld mitbringen – die Genesung dauert länger als beim ersten Mal
  • Physiotherapie konsequent durchführen – nicht nur in der Reha, auch danach
  • Belastungsgrenzen respektieren – langsam steigern
  • Nachsorgetermine zuverlässig wahrnehmen
  • Positiv bleiben – die allermeisten Patienten profitieren vom Wechsel

Fazit: Der Wechsel lohnt sich

Eine zweite Hüftprothese ist kein Grund zur Sorge. In einem spezialisierten Zentrum mit erfahrenen Operateuren sind die Ergebnisse sehr gut. Die meisten Patienten gewinnen ihre Mobilität und Lebensqualität zurück. Wenn Sie Beschwerden mit Ihrer Hüftprothese haben, lassen Sie sich frühzeitig beraten – wir in unserem Zentrum für Revisionsendoprothetik in München sind für Sie da.

Dr. Michael Matz in seiner Praxis

Ihr Experte: Dr. Michael Matz

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Über 2.000 Eingriffe. Spezialisiert auf minimalinvasive Hüft- und Knieendoprothetik sowie Revisionseingriffe.

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