Reha nach Knieprothese – Ablauf und Übungen

Die Rehabilitation ist der Schlüssel zum Erfolg nach einer Knieprothese. So läuft sie ab und diese Übungen helfen.

Häufige Fragen zur Reha nach Knieprothese

Wie lange dauert die Reha nach einer Knieprothese?

Die stationäre Reha dauert in der Regel 3 Wochen. Eine ambulante Reha kann 3 bis 6 Wochen umfassen. Bei Bedarf ist eine Verlängerung möglich.

Welche Übungen sind nach einer Knieprothese wichtig?

Wichtige Übungen sind Beugung und Streckung des Knies, Oberschenkelmuskeltraining, Gleichgewichtsübungen und Gangschule. Diese werden in der Reha erlernt und zu Hause fortgeführt.

Stationäre oder ambulante Reha – was ist besser?

Beide Formen sind gleichwertig wirksam. Die stationäre Reha eignet sich bei fehlender häuslicher Unterstützung oder Komplikationen. Die ambulante Reha ermöglicht den Verbleib in der gewohnten Umgebung.

Wann sollte ich nach der Reha weiter Physiotherapie machen?

Ambulante Physiotherapie nach der Reha ist empfehlenswert und wird vom Arzt verordnet. In der Regel 2- bis 3-mal pro Woche für weitere 6 bis 12 Wochen.

Wie viel Beugung sollte das Knie nach der Reha haben?

Ziel der Reha ist eine Beugefähigkeit von mindestens 90 Grad, idealerweise 110 bis 120 Grad. Die volle Streckung (0 Grad) sollte erreicht werden.

Rehabilitation nach Knieprothese – Übungen und Physiotherapie

Warum ist die Reha so wichtig?

Die Operation selbst ist nur die halbe Miete. Erst die konsequente Rehabilitation macht aus einer guten OP ein hervorragendes Ergebnis. Während der Reha lernt Ihr Körper, das neue Kniegelenk richtig zu nutzen – Muskeln werden aufgebaut, die Beweglichkeit verbessert und das Gangbild normalisiert.

Laut Dr. Michael Matz investieren Patienten, die ihre Reha ernst nehmen, in ihre langfristige Mobilität: „Die ersten Wochen nach der OP entscheiden maßgeblich über das Endergebnis. Wer konsequent übt, wird mit einem beweglichen, schmerzfreien Knie belohnt."

Ablauf der Anschlussheilbehandlung

Die Reha beginnt in der Regel direkt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus – also etwa 5 bis 7 Tage nach der OP. Der typische Ablauf:

Woche 1: Mobilisation und Schmerzreduktion

  • Sanfte Bewegungsübungen zur Verbesserung der Beugung und Streckung
  • Gangschule mit Gehstützen
  • Lymphdrainage und Kühlung gegen Schwellungen
  • Passive Bewegung durch Motorschiene (CPM)

Woche 2: Aufbau und Stabilität

  • Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur (Quadrizeps)
  • Gleichgewichts- und Koordinationstraining
  • Steigerung der Gehstrecke
  • Treppensteigen auf- und abwärts

Woche 3: Alltagsvorbereitung

  • Intensivierung der Kräftigungsübungen
  • Ergometer-Training (Fahrrad ohne Widerstand)
  • Alltagstraining: Hinsetzen, Aufstehen, Socken anziehen
  • Abschlussgespräch mit Therapieempfehlungen

Die wichtigsten Übungen für zu Hause

Diese Übungen sollten Sie nach der Reha täglich zu Hause durchführen – jeweils 10 bis 15 Wiederholungen, 2- bis 3-mal am Tag:

Kniestreckung im Sitzen

Setzen Sie sich auf einen Stuhl und strecken Sie das operierte Bein langsam durch, bis das Knie vollständig gestreckt ist. Halten Sie die Position 5 Sekunden und senken Sie das Bein langsam ab.

Kniebeugung in Rückenlage

Legen Sie sich auf den Rücken und ziehen Sie die Ferse des operierten Beins langsam Richtung Gesäß, indem Sie das Knie beugen. Halten Sie kurz und strecken Sie wieder aus.

Quadrizeps-Anspannung

In Rückenlage: Drücken Sie das gestreckte Knie fest in die Unterlage, indem Sie den Oberschenkelmuskel anspannen. Halten Sie 5 Sekunden, dann lösen.

Fersenheben im Stehen

Stellen Sie sich hinter einen Stuhl (Lehne als Halt) und heben Sie beide Fersen langsam an. Halten Sie 3 Sekunden und senken Sie wieder ab. Stärkt die Wadenmuskulatur und verbessert die Balance.

Mini-Kniebeugen

Stehen Sie mit dem Rücken an der Wand und beugen Sie die Knie leicht (maximal 30 Grad). Halten Sie 5 Sekunden und richten Sie sich wieder auf. Fördert die Oberschenkelkraft.

Stationäre vs. ambulante Reha

Sie haben die Wahl zwischen stationärer und ambulanter Rehabilitation. Beide Formen sind wirksam – die Entscheidung hängt von Ihrer persönlichen Situation ab:

  • Stationäre Reha: Intensivbetreuung rund um die Uhr, sinnvoll bei Alleinstehenden, Komplikationen oder mangelhafter häuslicher Versorgung
  • Ambulante Reha: Sie schlafen zu Hause und kommen tagsüber in die Reha-Einrichtung. Vorteil: vertraute Umgebung, Alltag wird direkt geübt

Nach der Reha: Weiterbehandlung

Nach Abschluss der dreiwöchigen Reha sollten Sie die ambulante Physiotherapie fortsetzen – in der Regel 2- bis 3-mal pro Woche für weitere 6 bis 12 Wochen. Ihr behandelnder Arzt stellt das Rezept aus.

Ergänzend empfehlen sich eigenständige Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren auf dem Ergometer oder Aquagymnastik. Diese Sportarten sind gelenkschonend und unterstützen den Muskelaufbau.

Fazit: Reha ist Ihre beste Investition

Die Rehabilitation nach einer Knieprothese erfordert Engagement und Geduld – aber sie lohnt sich. Patienten, die konsequent trainieren, erreichen eine bessere Beweglichkeit, weniger Schmerzen und kehren schneller in ihren aktiven Alltag zurück. Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne zum optimalen Reha-Ablauf.

Dr. Michael Matz in seiner Praxis

Ihr Experte: Dr. Michael Matz

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Über 2.000 Eingriffe. Spezialisiert auf minimalinvasive Hüft- und Knieendoprothetik nach der Röttinger-Methode.

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