Knieprothese OP – Ablauf und Dauer

Schritt für Schritt erklärt: Was passiert bei einer Knieprothesen-Operation und wie lange dauert der Eingriff?

Häufige Fragen zur Knieprothesen-OP

Wie lange dauert eine Knieprothesen-OP?

Eine Knieprothesen-OP dauert in der Regel 60 bis 90 Minuten. Bei komplexeren Fällen oder einer Schlittenprothese kann die Dauer variieren.

Welche Narkose wird bei einer Knie-OP verwendet?

Die OP wird meist unter Spinalanästhesie (Rückenmarksnarkose) durchgeführt. Alternativ ist eine Vollnarkose möglich. Ihr Anästhesist berät Sie individuell.

Wann darf ich nach der Knieprothese wieder laufen?

In der Regel dürfen Sie bereits am ersten Tag nach der OP mit Gehstützen aufstehen und erste Schritte machen. Die volle Belastung wird schrittweise gesteigert.

Ist die Knieprothesen-OP schmerzhaft?

Während der OP spüren Sie dank Narkose keine Schmerzen. Nach dem Eingriff sorgt ein individuelles Schmerzmanagement für möglichst geringe Beschwerden.

Wie wird die Knieprothese im Knochen befestigt?

Die Prothese wird entweder zementiert oder zementfrei (Press-fit) im Knochen verankert. Die Wahl hängt von Knochenqualität, Alter und Aktivitätslevel ab.

Knieprothese – Darstellung des künstlichen Kniegelenks

Wann ist eine Knieprothese notwendig?

Ein künstliches Kniegelenk wird dann empfohlen, wenn konservative Behandlungen wie Physiotherapie, Schmerzmittel oder Injektionstherapien die Beschwerden nicht mehr ausreichend lindern. Häufigste Ursache ist die fortgeschrittene Gonarthrose – der altersbedingte Verschleiß des Kniegelenks.

Typische Anzeichen für eine notwendige Knieprothese sind starke Knieschmerzen unter Belastung und in Ruhe, eine deutlich eingeschränkte Gehstrecke, zunehmende Fehlstellung (O- oder X-Bein) sowie eine spürbare Instabilität des Gelenks.

Die Vorbereitung auf die Knie-OP

Vor dem Eingriff finden mehrere Voruntersuchungen statt. Dazu gehören Blutuntersuchungen, ein EKG, aktuelle Röntgenaufnahmen des Knies sowie gegebenenfalls ein MRT. Bestehende Infektionsherde – etwa im Mundbereich – müssen vorab saniert werden.

Blutverdünnende Medikamente werden in Absprache mit dem Arzt rechtzeitig pausiert oder umgestellt. Laut Dr. Michael Matz ist die sorgfältige Vorbereitung ein entscheidender Faktor für den Operationserfolg: „Je besser wir den Patienten kennen, desto individueller können wir den Eingriff planen."

Der OP-Tag: Schritt für Schritt

Am Morgen der Operation werden Sie nüchtern in der Klinik aufgenommen. Nach dem Aufklärungsgespräch mit dem Anästhesisten und der Markierung des zu operierenden Knies beginnt der eigentliche Eingriff.

Narkose

Die meisten Knieprothesen-OPs werden unter Spinalanästhesie durchgeführt. Sie sind dabei wach, spüren aber ab der Hüfte abwärts nichts. Auf Wunsch kann eine leichte Sedierung oder eine Vollnarkose erfolgen.

Zugang und Vorbereitung

Der Operateur eröffnet das Kniegelenk über einen etwa 15 bis 20 Zentimeter langen Schnitt an der Vorderseite. Die verschlissenen Knorpeloberflächen an Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbein (Tibia) werden mit speziellen Sägeschablonen millimetergenau abgetragen.

Einsetzen der Prothese

Die Prothesenkomponenten aus einer Metalllegierung (Cobalt-Chrom oder Titan) werden auf die vorbereiteten Knochenflächen aufgesetzt. Zwischen den Metallteilen sorgt ein Kunststoffinlay aus hochvernetztem Polyethylen für die gleitfähige Gelenkfläche. Abschließend wird die Kniescheibe überprüft und gegebenenfalls mit einer Kunststoffkappe versehen.

Wundverschluss

Nach der Probeimplantation, bei der Stabilität und Beweglichkeit geprüft werden, wird die endgültige Prothese fixiert. Die Wunde wird schichtweise vernäht, eine Drainage gelegt und ein steriler Verband angelegt.

Wie lange dauert die Knieprothesen-OP?

Die reine Operationszeit beträgt in der Regel 60 bis 90 Minuten. Rechnet man Narkosevorbereitung, Lagerung und Aufwachphase hinzu, sollten Sie mit insgesamt etwa 2 bis 3 Stunden im OP-Bereich rechnen. Bei einer Schlittenprothese (unikondylärer Ersatz) kann die OP-Zeit kürzer ausfallen.

Die ersten Tage nach der OP

Bereits am ersten Tag nach dem Eingriff beginnt die Mobilisation. Unter Anleitung eines Physiotherapeuten stehen Sie auf und machen erste Schritte mit Gehstützen. In den folgenden Tagen wird die Beweglichkeit des Knies schrittweise verbessert – durch passive Bewegungsschienen (CPM) und gezielte Übungen.

Der stationäre Aufenthalt dauert bei unkompliziertem Verlauf 5 bis 7 Tage. Anschließend folgt eine Anschlussheilbehandlung (Reha), die in der Regel 3 Wochen umfasst.

Risiken und Komplikationen

Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Knieprothesen-OP gewisse Risiken. Dazu zählen Infektionen, Thrombosen, Nachblutungen oder Nervenverletzungen. Durch sorgfältige OP-Planung, sterile Bedingungen und eine konsequente Thromboseprophylaxe lassen sich diese Risiken jedoch auf ein Minimum reduzieren.

Fazit: Ein bewährter Eingriff

Die Knieprothesen-OP zählt zu den häufigsten und erfolgreichsten orthopädischen Eingriffen. Über 90 % der Patienten berichten über eine deutliche Schmerzlinderung und verbesserte Lebensqualität. Eine gründliche Vorbereitung, ein erfahrener Operateur und die konsequente Nachbehandlung sind die Schlüssel zum Erfolg.

Dr. Michael Matz in seiner Praxis

Ihr Experte: Dr. Michael Matz

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Über 2.000 Eingriffe. Spezialisiert auf minimalinvasive Hüft- und Knieendoprothetik nach der Röttinger-Methode.

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