Häufige Fragen

Wie lange ist man nach einer Hüftprothese krankgeschrieben?

Die Krankschreibung dauert in der Regel 6 bis 12 Wochen. Bei Bürotätigkeit sind es oft 6 bis 8 Wochen, bei körperlich belastenden Berufen 10 bis 12 Wochen oder länger.

Wann darf man nach der Hüft-OP wieder Auto fahren?

Autofahren ist in der Regel nach 4 bis 6 Wochen möglich, sofern Sie ohne Gehstützen gehen können und ausreichend schnell reagieren. Bei Automatikgetriebe und linker Hüfte teilweise früher.

Wie lange dauert die Reha nach der Hüftprothese?

Die Anschlussheilbehandlung (Reha) dauert in der Regel 3 Wochen stationär oder 3 bis 4 Wochen ambulant. Anschließend folgt Physiotherapie als Nachsorge.

Bekomme ich Lohnfortzahlung während der Krankschreibung?

Ja, Arbeitnehmer erhalten 6 Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld in Höhe von etwa 70 % des Bruttolohns.

Kann ich nach der Hüft-OP im Homeoffice arbeiten?

Leichte Bürotätigkeiten im Homeoffice sind nach Absprache mit dem Arzt teilweise schon nach 4 bis 6 Wochen möglich. Voraussetzung ist ein ergonomischer Arbeitsplatz und regelmäßige Pausen.

Hüftprothese – Wie lange krankgeschrieben?

Realistische Ausfallzeiten und Tipps für die Rückkehr in den Alltag.

Hüftprothese – Rehabilitation und Genesung

Die Frage nach der Krankschreibungsdauer gehört zu den wichtigsten Anliegen berufstätiger Patienten vor einer Hüftprothesen-OP. Die Antwort hängt von der Art Ihrer Tätigkeit, dem OP-Verfahren und Ihrem individuellen Heilungsverlauf ab. In der Regel können Sie nach 6 bis 12 Wochen in den Beruf zurückkehren. Büroarbeit ist oft früher möglich als körperlich belastende Tätigkeiten. Dieser Artikel gibt Ihnen einen realistischen Zeitplan und praktische Tipps für die Planung Ihrer Genesungszeit.

Zeitplan: OP, Klinik und Reha

Der stationäre Klinikaufenthalt beträgt nach einer Hüftprothesen-OP typischerweise 5 bis 7 Tage. Direkt im Anschluss folgt die Anschlussheilbehandlung (AHB), die Sie am besten bereits vor der OP organisieren. Die Reha dauert stationär etwa 3 Wochen, ambulant 3 bis 4 Wochen mit täglichen Sitzungen.

Laut Dr. Michael Matz verkürzt die minimalinvasive Röttinger-Methode die Genesungszeit im Vergleich zu konventionellen Verfahren deutlich. Da keine Muskeln durchtrennt werden, ist die Belastbarkeit von Anfang an höher und die Rehabilitation verläuft schneller. Viele Patienten gehen bereits am OP-Tag mit Gehstützen und können diese nach 2 bis 4 Wochen ablegen. Nach der Reha folgt ambulante Physiotherapie, die über 6 bis 12 Wochen regelmäßig durchgeführt werden sollte.

Krankschreibung nach Berufsgruppen

Die Dauer der Krankschreibung variiert erheblich je nach beruflicher Belastung. Bei sitzenden Bürotätigkeiten ist eine Rückkehr nach 6 bis 8 Wochen realistisch – vorausgesetzt, der Arbeitsplatz ist ergonomisch eingerichtet und regelmäßige Bewegungspausen sind möglich. Stehende oder gehintensive Berufe wie Verkauf oder Pflege erfordern 8 bis 12 Wochen Genesungszeit.

Bei schwerer körperlicher Arbeit (Handwerk, Bau, Lager) muss mit 12 bis 16 Wochen oder mehr gerechnet werden. Hier ist die vollständige Belastbarkeit des neuen Gelenks besonders wichtig. Eine stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell) ermöglicht einen sanften Übergang: Sie beginnen mit reduzierter Stundenzahl und steigern schrittweise. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Arbeitgeber und dem Betriebsarzt über die Möglichkeiten.

Autofahren und Mobilität

Autofahren ist ein wichtiger Meilenstein bei der Rückkehr in den Alltag. In der Regel können Sie 4 bis 6 Wochen nach der OP wieder selbst fahren, sofern Sie ohne Gehstützen gehen können und eine ausreichende Reaktionsfähigkeit haben. Bei einer OP an der linken Hüfte und Automatikgetriebe ist Fahren teilweise schon nach 3 bis 4 Wochen möglich.

Vor der ersten Fahrt sollten Sie auf einem leeren Parkplatz testen, ob Einsteigen, Bremsen und Kuppeln schmerzfrei möglich sind. Beachten Sie: Ihre Versicherung könnte bei einem Unfall Probleme machen, wenn Sie gegen ärztlichen Rat zu früh fahren. Holen Sie daher eine ausdrückliche Freigabe Ihres Arztes ein. Für die ersten Wochen nach der OP organisieren Sie am besten Fahrdienste oder nutzen Taxi und öffentliche Verkehrsmittel.

Finanzielle Absicherung während der Genesungszeit

Als Arbeitnehmer erhalten Sie in den ersten 6 Wochen der Krankschreibung Lohnfortzahlung von Ihrem Arbeitgeber. Danach zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld – etwa 70 Prozent des Bruttolohns, maximal 90 Prozent des Nettolohns. Krankengeld wird für maximal 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren für dieselbe Erkrankung gezahlt.

Selbstständige ohne Krankengelddanspruch sollten eine private Krankentagegeldversicherung prüfen. Beamte erhalten Besoldung während der Dienstunfähigkeit. Während der Reha übernimmt die Rentenversicherung oder Krankenkasse die Kosten inklusive Unterkunft und Verpflegung. Planen Sie auch kleinere Ausgaben ein: Hilfsmittel, Fahrtkosten zur ambulanten Reha und eventuell Haushaltshilfe für die ersten Wochen nach der Klinikentlassung.

Tipps für eine schnelle Rückkehr

Nehmen Sie Ihre Physiotherapie ernst – sie ist der wichtigste Faktor für eine schnelle Genesung. Machen Sie die Übungen auch zu Hause konsequent. Bewegen Sie sich regelmäßig, aber überfordern Sie sich nicht. Hören Sie auf Ihren Körper: Leichte Beschwerden nach Aktivität sind normal, starke Schmerzen sind ein Signal, kürzer zu treten.

Bereiten Sie Ihren Arbeitsplatz vor der Rückkehr vor: höhenverstellbarer Stuhl, ausreichend Beinfreiheit, Möglichkeit zum Aufstehen und Bewegen. Nutzen Sie die stufenweise Wiedereingliederung – sie ist Ihr Recht und wird ärztlich verordnet. Sprechen Sie offen mit Ihrem Vorgesetzten über vorübergehende Einschränkungen. Die meisten Arbeitgeber sind kooperativ, wenn sie frühzeitig informiert werden.

Dr. Michael Matz in seiner Praxis

Ihr Experte: Dr. Michael Matz

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Über 2.000 Eingriffe. Spezialisiert auf minimalinvasive Hüft- und Knieendoprothetik nach der Röttinger-Methode.

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