Häufige Fragen

Wann darf ich nach der Hüftprothese wieder Sport treiben?

Leichte Sportarten wie Schwimmen und Radfahren sind ab 6 bis 8 Wochen nach der OP möglich. Golf, Wandern und Skilanglauf ab 3 bis 6 Monaten. Die Freigabe erteilt Ihr Orthopäde individuell.

Welche Sportarten sind mit Hüftprothese erlaubt?

Empfohlen werden Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, Wandern, Golf, Yoga und Pilates. Diese Sportarten belasten das Gelenk moderat und stärken die umgebende Muskulatur.

Welche Sportarten sollte man mit Hüftprothese meiden?

Vermeiden sollten Sie Kontaktsportarten (Fußball, Handball), Sportarten mit abrupten Stopps (Tennis, Squash) und Aktivitäten mit hoher Sturzgefahr (alpines Skifahren, Reiten auf hohem Niveau).

Darf ich mit Hüftprothese joggen?

Joggen wird kontrovers diskutiert. Leichtes Joggen auf weichem Untergrund kann nach vollständiger Genesung möglich sein. Nordic Walking oder Aquajogging sind gelenkschonendere Alternativen.

Schadet Sport der Hüftprothese?

Nein, gelenkschonender Sport schadet nicht – im Gegenteil. Regelmäßige Bewegung stärkt die Muskulatur, stabilisiert das Gelenk und verbessert die Knochenqualität rund um das Implantat.

Sport nach Hüftprothese – Was ist erlaubt?

Ihr Wegweiser für den sportlichen Wiedereinstieg nach dem Gelenkersatz.

Hüftprothese – Aktiv bleiben nach dem Gelenkersatz

Sport nach einer Hüftprothese ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt die Muskulatur, verbessert die Knochendichte und steigert die Lebensqualität. Entscheidend ist die Wahl der richtigen Sportart und der richtige Zeitpunkt für den Wiedereinstieg. Moderne Implantate und minimalinvasive OP-Methoden ermöglichen heute ein deutlich aktiveres Leben als noch vor 20 Jahren. Dieser Artikel gibt Ihnen einen klaren Überblick, welche Sportarten wann möglich sind und worauf Sie achten sollten.

Der richtige Zeitpunkt für den Wiedereinstieg

Die Rückkehr zum Sport erfolgt schrittweise und individuell. In den ersten 6 Wochen nach der OP liegt der Fokus auf der Rehabilitation: Physiotherapie, Gehtraining und gezielte Kräftigungsübungen. Sanftes Schwimmen (Kraulbeinschlag, kein Brustschwimmen) und stationäres Radfahren können ab etwa 6 Wochen möglich sein.

Ab dem dritten Monat sind die meisten Patienten bereit für moderate Aktivitäten wie Radfahren im Freien, Nordic Walking und leichtes Wandern. Sportarten mit höheren Anforderungen an Koordination und Belastung wie Golf, Skilanglauf oder Tanzen werden in der Regel ab 4 bis 6 Monaten freigegeben. Laut Dr. Michael Matz ist die individuelle Freigabe durch den Orthopäden entscheidend – sie richtet sich nach dem Röntgenbefund, der Muskelkraft und der Gelenkstabilität.

Empfohlene Sportarten mit Hüftprothese

Gelenkschonende Sportarten sind ideal für Hüftprothesen-Träger. Schwimmen ist die beste Allround-Sportart: Es trainiert den gesamten Körper ohne Stoßbelastung auf das Gelenk. Kraulen und Rückenschwimmen sind optimal, Brustschwimmen sollte wegen der Beinbewegung zunächst vermieden werden.

Radfahren – ob draußen oder auf dem Ergometer – ist eine hervorragende Möglichkeit, Ausdauer und Beinmuskulatur zu trainieren. Nordic Walking bietet ein moderates Ganzkörpertraining mit reduzierter Gelenkbelastung durch den Stockeinsatz. Wandern auf befestigten Wegen, Golf, Yoga, Pilates und Wassergymnastik sind weitere empfehlenswerte Aktivitäten. Auch moderates Krafttraining an Geräten ist sinnvoll – es stärkt die gelenkumgebende Muskulatur und verbessert die Stabilität des Implantats.

Sportarten mit Einschränkungen

Einige Sportarten sind mit Hüftprothese möglich, erfordern aber besondere Vorsicht. Tennis (Doppel auf Sandplatz) kann bei erfahrenen Spielern wieder aufgenommen werden – schnelle Richtungswechsel sollten aber vermieden werden. Alpines Skifahren ist für erfahrene Skifahrer auf präparierten Pisten möglich, das Sturz- und Verletzungsrisiko muss aber bewusst eingeplant werden.

Joggen wird differenziert betrachtet: Kurze Strecken auf weichem Untergrund (Waldboden, Tartanbahn) sind nach vollständiger Genesung und mit guter Muskulatur denkbar. Die Stoßbelastung beim Laufen beträgt das Drei- bis Vierfache des Körpergewichts – das beschleunigt den Abrieb. Nordic Walking oder Aquajogging sind gelenkschonendere Alternativen mit vergleichbarem Trainingseffekt. Reiten ist für erfahrene Reiter möglich, Anfänger sollten wegen der Sturzgefahr darauf verzichten.

Sportarten, die Sie meiden sollten

Kontaktsportarten wie Fußball, Handball, Basketball und Kampfsport sind mit Hüftprothese nicht empfehlenswert. Die Kombination aus Stoßbelastung, abrupten Richtungswechseln und Sturz- bzw. Kollisionsgefahr übersteigt die sicheren Belastungsgrenzen des Implantats. Squash und Badminton mit ihren schnellen Stopps und Drehbewegungen belasten das Gelenk ebenfalls übermäßig.

Hochintensives Springen (z. B. Trampolin, Crossfit mit Sprungübungen) sollte vermieden werden. Auch Sportarten mit extremen Hüftbewegungen wie Turnen oder bestimmte Kampfkunst-Techniken sind nicht geeignet. Wichtig ist die ehrliche Einschätzung des eigenen Könnens: Fortgeschrittene Sportler können Risikosportarten besser kontrollieren als Anfänger. Im Zweifel gilt: Lieber eine gelenkschonende Alternative wählen und dafür langfristig aktiv bleiben.

Langfristig aktiv bleiben: Ihre Strategie

Regelmäßige moderate Bewegung ist der Schlüssel zu einem langen und zufriedenen Leben mit Hüftprothese. Planen Sie 3 bis 5 Trainingseinheiten pro Woche ein, jeweils 30 bis 60 Minuten. Variieren Sie zwischen Ausdauer (Schwimmen, Radfahren), Kraft (Gerätetraining, Yoga) und Beweglichkeit (Stretching, Pilates).

Hören Sie auf Ihren Körper: Leichte Beschwerden nach dem Sport, die schnell abklingen, sind normal. Anhaltende Schmerzen über mehrere Tage sind ein Signal, die Intensität zu reduzieren. Wärmen Sie sich vor jedem Training auf und dehnen Sie sich danach. Nehmen Sie die jährlichen Kontrolltermine beim Orthopäden wahr – ein Röntgenbild gibt Sicherheit, dass Ihr Implantat stabil sitzt. Mit der richtigen Sportauswahl und einem vernünftigen Trainingsumfang können Sie ein aktives, bewegtes Leben genießen.

Dr. Michael Matz in seiner Praxis

Ihr Experte: Dr. Michael Matz

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Über 2.000 Eingriffe. Spezialisiert auf minimalinvasive Hüft- und Knieendoprothetik nach der Röttinger-Methode.

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