Revisionsendoprothetik – Wann ist ein Prothesenwechsel nötig?
Gründe für eine Wechseloperation, Ablauf und warum die Erfahrung des Operateurs entscheidend ist.
Was ist Revisionsendoprothetik?
Unter Revisionsendoprothetik versteht man den Austausch eines bereits eingesetzten künstlichen Gelenks. Obwohl moderne Erstimplantate eine Standzeit von 20 Jahren und mehr erreichen, gibt es Situationen, in denen ein Prothesenwechsel notwendig wird. Die Revision zählt zu den anspruchsvollsten Eingriffen in der Gelenkchirurgie und erfordert besondere Erfahrung sowie eine sorgfältige Planung.
In Deutschland werden jährlich rund 35.000 Wechseloperationen an Hüft- und Kniegelenken durchgeführt. Dr. Michael Matz verfügt über langjährige Expertise in der Revisionsendoprothetik und hat zahlreiche Patienten erfolgreich durch diesen Prozess begleitet.
Gründe für einen Prothesenwechsel
Es gibt verschiedene Ursachen, die einen Wechsel der Endoprothese erforderlich machen können:
Aseptische Lockerung
Die häufigste Ursache für eine Revision ist die aseptische Lockerung – das Implantat verliert ohne Infektion seinen festen Halt im Knochen. Durch Abriebpartikel der Gleitpaarung können entzündliche Reaktionen entstehen, die den Knochen um die Prothese herum abbauen. Typische Anzeichen sind zunehmende Belastungsschmerzen, die sich über Monate schleichend verschlimmern.
Periprothetische Infektion
Eine Infektion des Kunstgelenks ist eine schwerwiegende Komplikation, die in etwa 1–2 % der Fälle auftritt. Bakterien können das Implantat besiedeln und einen Biofilm bilden, der mit Antibiotika allein oft nicht zu beherrschen ist. In vielen Fällen muss die Prothese entfernt, die Infektion saniert und anschließend ein neues Implantat eingesetzt werden – häufig in einem zweizeitigen Verfahren.
Verschleiß und Materialermüdung
Auch wenn moderne Materialien deutlich haltbarer sind als frühere Generationen, unterliegen alle Implantate einem gewissen Verschleiß. Insbesondere ältere Prothesen mit konventionellem Polyethylen können nach 15–20 Jahren Abrieberscheinungen zeigen. Ein rechtzeitiger Wechsel verhindert, dass es zu größerem Knochenverlust kommt.
Fehlstellung und Instabilität
Eine ungünstige Positionierung des Implantats kann zu wiederkehrenden Luxationen (Ausrenkungen), Beinlängendifferenzen oder einem erhöhten Verschleiß führen. In solchen Fällen kann eine Revision die korrekte Ausrichtung wiederherstellen und die Gelenkfunktion deutlich verbessern.
Ablauf einer Wechseloperation
Eine Revisionsoperation ist umfangreicher als die Erstimplantation. Im Zentrum für Endoprothetik München folgt sie einem strukturierten Vorgehen:
- Ausführliche Diagnostik: Röntgen, CT, Laboruntersuchungen und ggf. eine Gelenkpunktion zur Keimbestimmung
- Individuelle OP-Planung: Analyse des Knochendefekts, Auswahl des passenden Revisionsimplantats, ggf. 3D-Planung
- Schonende Entfernung: Vorsichtiges Herauslösen der alten Prothese unter maximalem Knochenerhalt
- Defektauffüllung: Bei Knochenverlust: Auffüllung mit Knochenersatzmaterial oder autologem Knochen
- Neuimplantation: Einsetzen eines speziellen Revisionsimplantats mit verlängertem Schaft oder modularen Komponenten
Die Operationsdauer liegt je nach Komplexität bei 1,5 bis 3 Stunden. Der stationäre Aufenthalt beträgt etwa 7–10 Tage, gefolgt von einer Rehabilitationsphase von 4–6 Wochen.
Warum Erfahrung entscheidend ist
Die Revisionsendoprothetik stellt höchste Anforderungen an den Operateur. Knochendefekte, veränderte anatomische Verhältnisse und die Notwendigkeit spezieller Implantate erfordern eine umfassende operative Erfahrung. Dr. Michael Matz hat sich auf komplexe Gelenkeingriffe spezialisiert und bildet sich kontinuierlich in den neuesten Revisionstechniken fort.
Sein Ziel: Ihnen auch nach einem Prothesenwechsel die bestmögliche Gelenkfunktion und Lebensqualität zurückzugeben. Jeder Fall wird individuell geplant, jede Entscheidung gemeinsam mit Ihnen getroffen.
Wann sollten Sie handeln?
Wenn Sie Schmerzen, Instabilität oder eine eingeschränkte Funktion Ihres Kunstgelenks bemerken, sollten Sie zeitnah einen Spezialisten aufsuchen. Eine frühzeitige Abklärung kann größere Eingriffe vermeiden und das Ergebnis der Revision verbessern. Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.
Ihr Experte: Dr. Michael Matz
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Über 2.000 Eingriffe. Spezialisiert auf minimalinvasive Hüft- und Knieendoprothetik nach der Röttinger-Methode.
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